Systemische Perspektiven in der Pferdegestützten Therapie und Pädagogik
Systemische Perspektiven in der Pferdegestützten Therapie und Pädagogik
Die systemische Perspektive eröffnet in der pferdegestützten Therapie und Pädagogik neue Möglichkeiten, Menschen in ihren Beziehungen, Ressourcen und Entwicklungsprozessen zu verstehen und zu begleiten. Anstatt den Blick ausschließlich auf Symptome oder Defizite zu richten, stehen Wechselwirkungen innerhalb von Familien, sozialen Systemen und Lebenskontexten sowie die vorhandenen Stärken und Lösungsressourcen im Mittelpunkt.
Das Pferd bietet als feinfühliger, sozialer Interaktionspartner einen besonderen Zugang zu systemischen Prozessen. Bereits in der therapeutischen Triade zwischen Klient*in, Fachkraft und Pferd werden Beziehungsmuster, Kommunikationsformen und Verhaltensmuster sichtbar und können unmittelbar erlebt, reflektiert und verändert werden. Gleichzeitig eröffnet die Arbeit mit dem Pferd einen geschützten Erfahrungsraum, in dem neue Handlungsmöglichkeiten ausprobiert und nachhaltige Veränderungsprozesse angestoßen werden können.
Die Fortbildung vermittelt eine Einführung in die theoretischen Grundlagen systemischer Denk- und Arbeitsweisen sowie deren praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten in der pferdegestützten Therapie und Pädagogik mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Darüber hinaus wird der Einbezug von Familien und weiteren Bezugssystemen thematisiert und anhand konkreter Beispiele erarbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ressourcenorientierten Interventionen und systemischen Methoden, die durch den Einbezug des Pferdes hervorragend ergänzt werden können. Die Teilnehmenden lernen Übungen und Techniken kennen und erproben diese praktisch.
Neben fachlichem Input bieten Fallbeispiele aus der Praxis sowie die Möglichkeit, eigene Fälle im Rahmen kollegialer Fallbesprechungen einzubringen, einen hohen Praxisbezug.
Inhalte
- Einführung in systemische Grundhaltungen und systemisches Denken
- Ressourcen- und lösungsorientierte Perspektiven in der pferdegestützten Arbeit
- Erkennen und Verstehen von Beziehungs- und Interaktionsmustern
- Entwicklung neuer Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten
- Systemische Methoden und Übungen für die pferdegestützte Therapie und Pädagogik
- Möglichkeiten des Einbezugs von Familien und anderen Bezugspersonen
- Praxisnahe Arbeit mit Fallbeispielen
- Reflexion und Supervision eigener Fälle der Teilnehmenden
Unterrichtseinheiten: 40 UE
Zielgruppe:
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte Pferdegestützter Interventionen, die ihre Arbeit um systemische Perspektiven erweitern und vertiefen möchten.
Die Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung nach Absolvierung der Fortbildung.
Dozentin: Victoria Zirpel, M.Sc. Psychologie, approbierte Psychotherapeutin (systemische Therapie), Reittherapeutin (IPTh), Pferdetrainerin, sie arbeitet als Erwachsenenbildnerin und Reittherapeutin am IPTh und als Psychotherapeutin mit Kindern und Familien in der Neurorehabilitation
Kursort: 78239 Rielasingen-Worblingen, Therapiehof Hegau
Teilnahmegebühren
1.080,- Euro
Die Fortbildung wird für Personen aus Baden-Württemberg gefördert mit einem Zuschuss von 45% (486,- Euro) über den Europäischen Sozialfonds.

Termine
30.4.-1.5.2027 & 21.-22.5.2027


